Sony vs. Reality

geschrieben von PhanZero am 4. Juni 2011 um 21:01 Uhr

Ich muss es jetzt einfach mal loswerden: Ich verstehe Sony nicht mehr. Nicht wegen dem PSN-Hack oder dem neuerlichen Einbruch bei Sony Pictures, das ist im Grunde unvermeidbar, da es hundertprozentig sichere Systeme nicht geben kann. Nein, es ist die konsequente Verweigerung der Aufstockung ihrer Kapazitäten, die mich an ihrem Sachverstand zweifeln lässt.

Das PSN ist nach einem Angriff eine Weile down. Kaum wieder im Betrieb, ist es auch schon wieder down. Grund: Die Server waren dem Ansturm der User nicht gewachsen. Dem hätte mandurch eine Erhöhung der Kapazitäten vorbeugen können. Es muss doch jedem halbwegs klardenkenden Menschen im Vorfeld bewusst sein, dass – sobald der Start bekannt geworden ist – ein regelrechter Run auf das Login einsetzen wird. Aber lernt Sony draus? Nö! Ein paar Tage später ist der Store wieder da und Sony kann endlich sein “Welcome Back”-Programm starten. Und was ist? Die Server gehen _wieder_ in die Knie. So sehr, dass man für die Übertragung eines MB knapp eine Minute braucht!

Was hat Sony hier falsch gemacht? Sie haben ihre Kundschaft nicht verstanden. Sie starten also ein Paket, aus dem sich die User kostenlos einzelne Titel kostenlos herunterladen dürfen. Dazu hat der User 30 Tage Zeit. Nun geht man bei Sony scheinbar davon aus, dass die User sich einfach gedulden und sich die Last auf die 30 Tage verteilen wird. Aber, wie alle anderen Menschen sich an ihren Fingern ausrechnen können: Die User wollen die Inhalte SOFORT. Also setzt der Run ein – Millionen, vielleicht Milliarden Menschen versuchen nun gleichzeitig, die kostenlose Angebote abzustauben.

Konnte man ja nicht vorhersehen. Sorry, Sony: Ihr habt eure Kundschaft nicht verstanden. Und sowas ist für ein Geschäft fatal.

200 Artikel bei GameRadio.de

geschrieben von PhanZero am 23. Mai 2011 um 17:50 Uhr

Ui, da war aber einer fleißig – ich nämlich! 200 Artikel sind es mittlerweile, die ich auf GameRadio.de geschrieben habe. Zeit, die vergangenen drei-einhalb Jahre mal Revue passieren zu lassen und einer Person zu huldigen, die einfach toll ist: Mir!

Fangen wir mit ein wenig Geschichte an: Irgendwann gegen Ende 2007 habe ich mich der Crew bei GameRadio angeschlossen. Am 31.12.2007 ging dann auch mein erster Artikel online: Eine Review zu Grand Theft Auto: Vice City Story auf der PSP. Das war halt nur um zu zeigen, dass ich auch tatsächlich schreiben kann, ein Einstiegsartikel. Kurz darauf folgte schon mein erstes Muster: Silent Hill: Origins, ebenfalls auf der PSP. Da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht über eine der aktuellen Konsolen verfügte, war ich zunächst für PSP- und PS2-Artikel zuständig. Kleinere Ausnahmen, etwa bei weniger hardwarehungrigen PC-Spielen, mal aussen vor gelassen. Nach einiger Zeit als Besitzer einer Xbox 360 fing ich dann doch auch dort mit Artikeln an: Command & Conquer 3: Kanes Rache und Summer Athletics machten den Anfang. Und irgendwann folgte dann auch die PlayStation 3, wo mein erster Artikel mit der Versoftung von Bolt – Ein Hund für alle Fälle ebenfalls ein eher mäßiger Einstieg war (dem direkt danach dann aber immerhin Killzone 2 folgte!). Heute schreibe ich hauptsächlich über Spiele für Xbox 360 und PlayStation 3, eine Wii hat auch nach all der Zeit bei mir keinen Platz gefunden – ich werd mit dieser Fuchtelsteuerung einfach nicht warm. Gleiches git auch für Kinect und Move. Ich bevorzuge einfach den klassischen Controller.

Den Großteil meiner Artikel machen die Reviews aus, exakt 160 Stück gehen auf mein Konto. Hinzu kommen 18 Vorschauen, 11 Hardware-Reviews und ebenfalls 11 Specials. Der Abstand überrascht mich selbst etwas, hab immer den Eindruck gehabt, mehr Vorschauen geschrieben zu haben. Sechs Artikel davon sind übrigens ein Sonderfall: Sie sind nicht mehr zu erreichen. Der Grund ist, dass die dort behandelten Spiele in Deutschland mittlerweile indiziert oder gar beschlagnahmt worden sind. Danke, liebe BPjM, ich finde es wirklich super, als Erwachsener nicht mehr über Erwachsenenunterhaltung in Deutschland sprechen zu dürfen! Anyway, zurück zu meiner Arbeit an den Artikeln von GameRadio: 22 mal wurde der Artikel eines Kollegen mit einem zusätzlichen Fazit von mir geadelt, an einigen Specials habe ich ebenfalls mitgewirkt (die kann ich aber so einfach nicht mehr alle aus der Datenbank rausfischen).

200 Artikel. Das sollte dem Leser eigentlich genug Raum geben, meinen Spielegeschmack beurteilen zu können. Denn bei all der Schreiberei und dem Stress, den man dabei mitunter auf sich nimmt ist es mir ein persönliches Anliegen, dass meine Artikel eben genau meine Meinung wiedergeben. Ich würde mich verarscht fühlen, wenn jemand anderes meine Artikel umschreibt, um sie für eine andere Publikation passend zu machen und sein Bildchen drunterzusetzen. Meine Artikel sind mein geistiger Output, meine Meinung – und zwar genauso, wie sie sind. Die dürfen bestenfalls korrigiert werden, wenn es Schreibfehler gibt oder ein Satz zu verschachtelt ist. Gerade letzteres habe ich zu Anfang sehr häufig gemacht. Aber meine Aussage, auch der darin enthaltene Ausdruck, MUSS erhalten bleiben. Ansonsten, denke ich, kann man sich solche Besprechungen nämlich gleich sparen – sie würden niemandem nützen, da sie eine verfälschte Meinung sind.

So, genug Selbstbeweihräucherung und GamePro-Copy&Paste-Bashing – Zeit, sich der Zukunft zuzuwenden. Denn bei 200 ist noch lange nicht Schluss. Und eigentlich wollte ich angesichts der Masse an Pressemustern und dergleichen hier mal Ordnung schaffen, indem ich diese per Gewinnspiel “raushaue”. Aber momentan fehlt mir zugegebenermaßen die Motivation und der Nerv zu so einer Aktion – wird aber sicher noch nachgeholt!

Ich hab Angst!

geschrieben von PhanZero am 8. Mai 2011 um 14:14 Uhr

Das dürften zumindest die Leute an Bord eines US-Flugzeuges gesagt haben, als sie dort zwei traditionell gekleidete Muslime entdeckten. Diese waren wohl auf dem Weg zu einer Konferenz über Vorurteile gegen Muslime – oh, süße Ironie. Jedenfalls hat die Fluggesellschaft die Besorgnis der Passagiere ernst genommen und ist mit dem Flieger zum Gate zurück, die beiden Männer wurden nochmal kontrolliert und ihnen wurde später ein Ersatzflug angeboten. Die komplette Story gibt es bei welt.de zu lesen.

Okay, liebe Amerikaner und auch liebe Deutsche: Wenn jemand einen Anschlag begehen will, dann wird er alles vermeiden, was auffällig ist – er könnte damit nämlich auffallen! Klingt komisch, ist aber so: Anpassung ist in einem solchen Fall oberstes Gebot, das zeigen auch die enttarnten russischen Spione um Anna Chapman. Alles andere sorgt nur dafür, dass man besonders aus der Masse hervorsticht und entsprechend beäugt wird, was dem eigenen Plan ziemlich hinderlich werden könnte.

Also: Erst Hirn einschalten. Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn der Geschäftsmann neben mir seinen Koffer vorsichtig in die Gepäckablage legt und dabei etwas von einem “Bombengeschäft” murmelt. ;)

Der Terror hat ein Ende!

geschrieben von PhanZero am 5. Mai 2011 um 14:00 Uhr

Zumindest möchte man das angesichts der Berichterstattung um den Tod von Osama Bin Laden vermuten. Ich lasse mal die Fragen ausgeklammert, ob die Amis sowas tun dürfen und auch Verschwörungstheorien, dass Osama entweder schon lange tot ist oder noch lebt, sollen hier mal nicht interessieren.

Nein, hier geht es um die Frage, ob der Terror zu Ende ist. Und da komme ich zwangsläufig zu der Frage: Welcher Terror? Es wird aktuell von möglichen Vergeltungsanschlägen ausgegangen. Aber soll ich euch etwas verraten? Ich halte die Sicherheitslage für nicht für gestiegen und nicht für gesunken. Sie stieg nach 9/11 auch nicht an und sie sinkt auch nicht durch den Tod von Osama Bin Laden. Das ist Bullshit! Es wird in den Medien das Bild des Terroristen erzeugt, der einen komplexen Anschlag auf das Leben vieler Menschen plant. Aber würde das Sinn machen? Ist nicht der Aufwand und die Gefahr der Entdeckung viel zu hoch?

Wäre ich ein Terrorist (und Gott bewahre euch davor, dass ich das wäre, denn ich wäre ein verdammt guter Terrorist!), würde ich im kleineren Maßstab operieren. Viele kleine Nadelstiche statt direkt mit dem dicken Hammer. Der Effekt ist viel größer, weil er das Gefühl gibt, dass es jeden jederzeit und überall treffen kann. Dieser Gedanke setzt sich im Kopf fest – beim Einkaufen, bei der Arbeit, in der Freizeit. DAS ist Terrorismus! Wenn die Gefahr besteht, dass sich jemand mitten in der Fußgängerzone in die Luft sprengt. Dass jemand in der Stadt eine Waffe zieht und um sich ballert. Und wenn es nur einen Menschen trifft – die Angst wird sich, durch die Anzahl derartiger Anschläge, in den Köpfen der Menschen festsetzen. Und selbst, wenn man nicht sich in die Luft sprengen oder vom Einsatzkommando der Polizei niedergeschossen werden will, gibt es Möglichkeiten. Nachts durch die Straßen ziehen, einen Stein nehmen und die Fenster von Wohnungen einwerfen – auch das schafft Angst. Aber es schafft doch keine Angst, dass Großveranstaltungen Anschlagsziele sein könnten, das ist doch viel zu abstrakt!

Dem Terrorismus geht es um Angst. Und um die zu schüren reichen einfache Mittel, da braucht es keine umständlichen Planungen! Wie sagte doch Heath Ledger als Joker so treffend in The Dark Knight: “Schau’, was ich in dieser Stadt angerichtet habe – mit ein paar Fässern Benzin und ein paar Kugeln.” (man muss allerdings erwähnen, dass der Joker entgegen seiner eigenen Aussage durchaus ein Pläneschmieder ist!). Genau das ist der Punkt: Es braucht nicht viel. Das spricht übrigens meiner Ansicht nach auch dafür, dass es soviele Terroristen garnicht geben kann… oder diese keinen Bock auf Terror haben. “Manche Menschen wollen die Welt einfach brennen sehen.” sagt Michael Caine als Alfred, ebenfalls in The Dark Knight. Nur: In der realen Welt scheint es diese nicht zu geben, auch wenn wir sie in diesem Phantom, genannt “Terrorismus”, vermuten. Denn würde es sie geben, sähe unser alltägliches Leben gänzlich anders aus und wäre geprägt von einer ständig präsenten Angst.

Verdammt, ich wäre der genialste Terrorist aller Zeiten!

Richtigstellung

geschrieben von PhanZero am 28. April 2011 um 02:42 Uhr

So, ich muss mal etwas richtigstellen. Denn: Ich habe mich geirrt. Mea Culpa. Hierbei geht es um folgende Aussage bezüglich des Portal 2-Testes der GamePro:

Zitat:
Wobei auch Portal 2 so ein Fall ist: Man nehme den Artikel von Heinrich Lenhardt (GameStar), füge einen kurzen Nebensatz ein bezüglich der Veröffentlichung als Arcadetitel (kann sein, dass es auch mehr Änderungen im Text gibt, die mir beim Überfliegen nicht aufgefallen sind) und schon ist der Artikel von Thomas Wittulski und Heinrich Lenhardt und Herr Wittulski kann auch ein Fazit abgeben.

Quelle: GamePro-Forum, IVW-Zahlen I/2011, #69

Wer mich kennt weiss, dass ich ungerne etwas Falsches behaupte – und so habe ich einige Minuten des freien Tages mal genutzt, um diese Behauptung zu überprüfen. Dazu habe ich beide Artikel, den von Heinrich Lenhardt (auf GameStar.de) und den von Thomas Wittulski und Heinrich Lenhardt (auf GamePro.de), mit WinMerge verglichen. Ein paar Änderungen waren dafür schon notwendig: Ich habe die Formatierungen entfernt und Zeilenumbrüche entfernt. Da so ein langer, einfach fortlaufender Text wenig übersichtlich ist, habe ich sporadisch anhandder gefundenen Unterschiede nochmal einige Absätze wieder eingeführt. All das diente lediglich dazu, die Artikel leichter vergleichbar zu machen – ich habe inhaltlich keine Änderungen vorgenommen. Das musste ich erst beim Vergleich: Ein Absatz wurde an eine andere Stelle verschoben, was ich mal rückgängig gemacht habe – allerdings auch nur der Vergleichbarkeit wegen.

Und bei dem anschließenden Vergleich durfte ich feststellen: Herr Wittulski hat nicht bloss – wie von mir behauptet – einen Nebensatz eingefügt… nein, sogar einen ganzen Absatz extra hat er dem Artikel gewidmet! So findet sich ganz am Ende ein Systemvergleich zwischen Xbox 360 und PS3. Dafür musste natürlich der Absatz der GameStar weichen, in dem die Bedienung des Koop-Modus über die PC-Tastatur beschrieben wird. Ansonsten handelt es sich bei den Änderungen großteils um ausgetauschte Worte, ein paar kleinere Satzumbauten sowie inkonsequente Ersetzungen (aus “–” wird mal “-”, mal bleibt es bestehen, aber da ich mich mit den Konventionen hier nicht so gut auskenne kann ich grad nicht beurteilen, inwiefern da welche Schreibweise korrekt ist).

Ihr seht also: Ich habe dem Herrn Wittulski und der GamePro hier ganz klar Unrecht getan und entschuldige mich dafür, diese Arbeit herabgewürdigt zu haben. Es muss eine ungeheure Leistung gewesen sein, die hier seitens Thomas Wittulski erbracht wurde und definitiv etwas, wo man voller Stolz seinen Namen als Redakteur druntersetzen kann!

Rein zum Verständnis: Ich kann verstehen, dass man diesen Weg geht, Content zu haben für die Seite und eben auch das Heft. Aber es muss doch jedem klar sein, dass man damit einem Magazin seine Identität nimmt. Sie werden zu reinen Plattformen, die austauschbare Artikel rüberbringen. Einzig das Logo oben drüber unterscheidet sie dann noch. Nur ohne diese eigene Identität fehlt es auch dem Leser an Bindung an diese Marke – da muss man sich dann über abspringende Leser nicht wundern.

Der Vollständigkeit halber habe ich mal hier, stark verkleinert, die Übersicht aus WinMerge angehängt. Zur Erklärung: Rot kennzeichnet Unterschiede (also die Stellen, an denen Herr Wittulski aktiv geworden ist), auf der linken Seite eines Blattes steht die GameStar-Variante, auf der rechten Seite die GamePro-Fassung.

Blatt 1-4
Blatt 5-8

Wo sind die Hasen denn hin?

geschrieben von PhanZero am 2. April 2011 um 19:37 Uhr

Da solche Dinge im GamePro-Forum meist schnell untergehen, platziere ich meinen Ersteindruck zur neuen GamePro-Ausgabe (5_11) auch mal hier.

Im Editorial wird man von Markus Schwerdtel darüber informiert, dass er den Posten des Chefredakteurs an Michael Trier abgibt, sich die Leser aber nicht sorgen müssen, da “die alten Redakteurshasen” natürlich immer noch mit an Bord seien. Das beruhigt – bis man zum Testteil der Ausgabe kommt. 12 Tests warten dort, die weiter vorne liegenden 3DS-Kurztests mal ausser Acht gelassen. Schauen wir mal, wer diese verfasst hat:

Shift 2 Unleashed von Daniel Matschijewsky – Kommentar: Thomas Wittulski
Motorstorm Apocalypse von Michael Degner – Kommentar: Thomas Wittulski
Top Spin 4 von Michael Degner – Kommentar: Tobias Veltin
Tactics Ogre von Jörg Moldenhauer – Kommentar: Nino Kerl
Conduit 2 von Christian Ströhl – Kommentar: Thomas Wittulski
Pokémon von Jörg Moldenhauer – Kommentar: Nino Kerl

Zu den Berichten zu Crysis 2 und Homefront habe ich mich hier ja schon ausgelassen. Somit sind 8/12 Artikeln kaum aussagekräftig: Ein Fazit des Testers fehlt und stattdessen gibt es die Meinung eines anderen Redakteurs. Dem Tester wird kein Fazit gegönnt.

Was ist denn so verfickt schwer daran, Leuten ohne Comicbildchen einen Dummy-Avatar zu geben, um so dennoch deren Meinung darzustellen? Nein, stattdessen gibt es irgendein Gesicht, dass dem Leser Vertrautheit vermitteln soll – Glaubwürdigkeit auf FDP-Niveau.

Achja, wem die Namen Christian Ströhl und Jörg Moldenhauer nichts sagen: Die sind laut Impressum Praktikanten. Schön, dass man erstmal dort schauen muss um zu wissen, wessen Artikel man da gerade liest. Früher wurden die Praktikanten wenigstens noch kurz vorgestellt, das spart man sich mittlerweile.

Twitter und ich – Nachtrag

geschrieben von PhanZero am 31. März 2011 um 17:01 Uhr

Am 12. August 2009 habe ich hier die Twitter-Box rechts angebracht und angefangen, Twitter regelmäßiger zu nutzen (s. Twitter und ich). Mittlerweile nutze ich Twitter auch vermehrt am iPod. Darum möchte ich hier – für alle, die überlegen, ob es sich lohnt mir zu folgen – mal kurz auflisten, was es von mir bei Twitter gibt… und was nicht:

Bei mir im Twitter geht es kreuz und quer – ich stelle Links ein zu Blogeinträgen, zu neuen Artikeln von mir bei GameRadio oder interessanten News. Dazu kommt jede Menge sinnloses Geblubber, was mir eben gerade so im Kopf rumspukt. Ich nutze Twitter phasenweise. Es gibt Phasen, da folgt ein Tweet dem nächsten… und es gibt Tage, wo ich Twitter vollständig meide.

So, wen das alles jetzt nicht abschreckt, der kann mir – sofern noch nicht geschehen – gerne folgen: @PhanZero

(ja, das ist einfach nur eine versteckte Aufforderung, mir bei Twitter zu folgen *g*)

FDP ohne Plan und Verstand

geschrieben von PhanZero am 29. März 2011 um 20:09 Uhr

Panik ist nie ein guter Ratgeber. Ein Spruch, den sich die Damen und Herren der FDP eventuell aufs Kopfkissen sticken sollten. Aufgrund der für die FDP desaströs gelaufenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz denkt man in der Partei nun nach, wie diesem Verlust an Glaubwürdigkeit begegnet werden kann. Also schaut man, wer die Gewinner der Wahl ist: Die Grünen. Und übernimmt, was diese fordern.

Liebe FDP, das macht euch nicht glaubwürdiger, sondern offenbart einzig euren Willen, um jeden Preis an der Macht zu bleiben. Aber was hat der Bürger davon? Wenn die Grünen etwa die Stilllegung alter AKWs fordert, ist das glaubwürdig: Weil es ihr Programm ist, ihr Kernthema und weil sie es seit Jahren – im Grunde seit ihrer Gründung – so fordert. Aber die FDP? Erst die Laufzeiten zusammen mit der Union verlängern, um dann eine totale Kehrtwende zu machen? Nein, das ist nicht glaubwürdig.

Sicher, man kann argumentieren, dass man sich damals geirrt habe und die Risiken falsch eingeschätzt hat… und durch die Katastrophe in Fukushima nun eben zum Umdenken gekommen ist. Einziger Haken an der Sache: Man muss dieses Umdenken glaubhaft rüberbringen. Und da sieht es bei der FDP düster aus. Wären die Wahlen besser ausgegangen, würde es weitergehen wie gehabt.

Nein, die FDP hat nicht verstanden und sie wird auch nie verstehen. Wer in der Politik stets seine Fahne nach dem Wind ausrichtet muss sich nicht wundern, irgendwann in einen Sturm zu geraten. Die Grünen haben ein Programm, eine Richtung – das macht sie glaubwürdig. Die FDP hat nichts dergleichen, ausser die Veranlagung, opportunistisch jede Gelegenheit zu nutzen, um sich an die Macht zu krallen. Und Macht um ihrer selbst willen ist nie eine gute Sache.

Darum: FDP abwählen.

PS: Die grüne Blase wird auch noch platzen…

3DS, Amazon und Hermes

geschrieben von PhanZero am 25. März 2011 um 19:41 Uhr

Okay, das wird jetzt mein dritter Rant bezüglich Hermes. Wer es nicht mehr lesen kann, sollte die Seite jetzt schließen und besser den Gänseblümchen-Blog lesen. Ich hab nämlich ehrlich gesagt die Schnauze mit Hermes gestrichen voll – und Amazon stellt sich durch die Kooperation mit dieser Bande auch nicht besser.

Ich habe mir bei Amazon einen Nintendo 3DS vorbestellt. Wer mich kennt, weiss: Mit großer Vorfreude! Am 24.03. erhielt ich dann auch die Versandbestätigung und hab mich schon gefreut. Bis ich dann folgendes gelesen habe:

Zitat:
Versendet mit Hermes (Lieferung voraussichtlich: März 25, 2011).

Ab da war dann alle Vorfreude dahin! Und natürlich: Am 25.03. war das Gerät natürlich NICHT hier! Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es mal klappt. 15 Uhr ging das Teil bei Amazon am Vortag raus – mit DHL Express kann eine Lieferung auch um 22 Uhr rausgehen und etwa um 8 oder 9 Uhr morgens(!) am Folgetag hier sein. Hermes eiert wieder rum: Um 5 Uhr ist das Paket in Sprockhövel, um 9:30 Uhr wird es von Wuppertal (weiter von meinem Wohnort weg als Sprockhövel) aus zugestellt – kommt nur nie an. Wir waren hier, den ganzen Tag… nur Hermes kam nicht.

Ich weiss mittlerweile, wie Hermes hier arbeitet: Es werden nie stattgefundene Zustellversuche erfunden, Lieferungen werden von einer Station zur nächsten und wieder zurück geschickt, verschwinden mal für ein paar Tage und sind dann nach weit über einer Woche mal bei uns – geliefert von einem gebrechlichen, alten Mann, der in einer privaten Schrottkarre vorfährt. Wenn das der Lieferwagen ist will ich den Firmensitz mal nicht sehen – vermutlich ist das der vermoderte Keller im Haus der dort liegenden, bereits mumifizierten, Eltern des Besitzers. Kurz: Es macht einen schäbigen Eindruck. Und diesen Leuten soll ich mein Paket anvertrauen? Hätte ich vor dem Versand gewusst, dass die Lieferung in den Händen von Hermes landet, hätte ich storniert und den 3DS einfach im Laden gekauft…

Der Versand erfolgte per Premiumversand – bringt natürlich nichts, wenn man die Schildkröten von Hermes dranlässt. Mir stellt sich einfach die Frage, warum Amazon dem Kunden nicht die Wahl lässt, welchem Dienstleister er seine Bestellungen anvertraut? Der Kunde weiss wohl am besten, wie die jeweiligen Lieferdienste vor Ort sind – und kann am besten eine Entscheidung treffen.

Nochmal in aller Kürze:
@Amazon: Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass ich Amazon Prime verlängere, wenn mir der Premiumversand den gleichen Ärger bringt wie der reguläre Versand! Lasst euren Kunden die verdammte Wahl! Lernt mal googlen, dann seht ihr recht schnell, mit was für einer Bagage ihr euch da ins Bett gelegt habt.

@Hermes: Ihr konntet es nie, könnt es nicht und ihr werdet es auch nie können. Vegetiert doch bitte in einer anderen Branche vor euch hin…

Synergie in der Heimatfront-Krise

geschrieben von PhanZero am 22. März 2011 um 23:30 Uhr

Was Synergie ist, habe ich ja bereits demonstriert. Wie man dies auf die Spitze treibt, zeigt uns dagegen der Meister: Die IDG-Wolke, manifestiert in der Form der Webseiten GamePro.de und GameStar.de. Und das sogar, sind ja immerhin zwei Seiten, gleich mit zwei Rezensionen der letzten Zeit, nämlich zu den Spielen Homefront und Crysis 2.

Die Homefront-Rezension wurde verfasst von Markus Schwerdtel und Fabian Siegismund. Ersterer gehört zur GamePro-Redaktion, zweiterer zur GameStar-Redaktion. Und so findet sich der Artikel auch auf beiden Seiten wieder. Markus Schwerdtel erklärt zur Entstehung dieses Werkes:

Zitat:
Sowohl Fabian als auch ich haben Homefront durchgespielt. Dann haben wir lang über das Spiel diskutiert und dabei auch noch etliche Kollegen zu Rate gezogen, die den Titel ebenfalls gespielt haben. Dann hat Fabian den Solomodus-Text geschrieben und ich die Absätze über den Multiplayer-Modus (den man auf Konsolen einfach schon früher vernünftig testen konnte als auf dem PC).

Quelle: GamePro-Forum, Homefront – Test, #11

Eine ähnliche Antwort gibt Kai Schmidt zur Entstehung der Rezension zu Crysis 2, verfasst von Thomas Wittulski (Redakteur für die IDG-Cloud) & Fabian Siegismund:

Zitat:
Der Text stammt ursprünglich von Fabian, Thomas hat ihn für uns überarbeitet, da er das Spiel auch durchgezockt hat. Und natürlich sind in den Artikel die Erfahrungen beider Redakteure eingeflossen, da sie sich über das Spiel rege ausgetauscht haben.

Quelle: GamePro-Forum, Crysis 2 – Test, #31

So, und jetzt sage ich nochmal, was ich schon im Thread zur Homefront-Rezension geschrieben habe (Synergie, ihr wisst schon, nachlesen könnt ihr es hier): Das ist für’n Arsch! Nett formuliert ist das ein Meinungs-Eintopf – man nimmt zwei Meinungen, schmeißt sie in einen Topf, rührt um und was rauskommt, ist dann der Artikel samt Bewertung. Aber was sagt der noch aus? Ich kann als Leser nicht mehr erkennen, welches Teil dieses Stückwerkes von welcher Person stammt – und sage mir keiner, dass nicht im Text immer auch ein Stück Subjektivität mitschwingt. Angenommen, ich finde die Steuerung gelungen, meinem “Mit-Tester” ist sie dagegen ein wenig zu schwammig – was wird dann draus?

Offensichtlich hat die GamePro eine andere Auffassung von Meinung als ich. Wenn ich für GameRadio.de einen Artikel verfasse, dann gibt der meine Meinung wieder, meine Einschätzung des Spieles. Für die GamePro heisst Meinung Konsens. Und nun sagt mir, wer da etwas falsch verstanden hat. Will ich wissen, auf welche Meinung sich zwei Redakteure geeinigt kriegen… oder will ich wissen, was der einzelne denkt?

Dabei kann die Lösung so einfach sein. Und ich habe sie schon mehrmals im GamePro-Forum erklärt, zuletzt bei der Homefront-Rezension (hier). Ich zitiere also mal mich selber:

Zitat:
Einer schreibt den Artikel. Es sollte dabei hervorgehen, welche Version er gespielt hat. Der Artikel sollte einigermaßen neutral bleiben, ein wenig Subjektivität lässt sich aber nunmal nicht verbergen. Das ist okay! Dieser Tester, der das Spiel auch am weitesten gespielt haben sollte, verfasst seinen Meinungskasten (der vor Subjektivität nur so sprießen darf!) und vergibt auch die “offizielle” Wertung. Es ist SEIN Artikel, SEINE Meinung und SEINE Wertung. Jeder andere Redakteur, der das Spiel auch gespielt hat, egal auf welcher Plattform (was aber ersichtlich gemacht sein sollte, etwa durch ein “Bei der PS3-Fassung ist es dagegen so, dass…”), kann dann einen Meinungskasten mit SEINER Meinung und SEINER Wertung dranhängen.

Das funktioniert bei GameRadio problemlos. Nehmen wir als Beispiel Dissidia 012 [duodecim] Final Fantasy: Getestet hat es Jens. Von ihm ist der Artikel, der SEINE Meinung enthält. Ebenso das Fazit und damit die “offizielle” Wertung. Ich habe dem Artikel einen Meinungskasten beigesteuert, weil ich das Spiel auch hier liegen habe und auch etwas dazu sagen wollte. Nämlich MEINE Meinung. In dem Fall geht sie mit der von Jens konform und wir kamen (unabhängig voneinander!) zur gleichen Wertung – Zufall, sicherlich. Ein anderes Beispiel stellt Dragon Age 2 dar: Getestet hat es Jan, von ihm ist der Artikel, sein Fazit und die offizielle Wertung. Dies ist seine, ihm ungenommene, alleinige Meinung. Dem hat Sören ein Fazit beigefügt, in dem er dem Spiel 6% weniger gibt – eben seine Meinung. Teilweise gibt es auch Spiele, wo die Meinungen komplett auseinander gehen. Ich denke da gerade an Bioshock: Karl vergab damals ein “Okay”, weil ihm das Spiel im Vergleich zum spirituellen Vorgänger (System Shock 2) nicht gefiel – Michael, Chris und Benjamin fanden es Ausgezeichnet. Da kann man über Karls Meinung sicherlich streiten (sage selbst ich als großer System Shock 2-Fan!), aber genau das macht eben eine Meinung aus. Man kann sie akzeptieren oder ablehnen, man kann darüber diskutieren, streiten… diskutieren.

IDG jedoch liefert lieber eine weichgespülte Meinungslosigkeit. Und das ist stinklangweilig!

PS: Will ich einen Meinungsdurchschnitt, schaue ich auf metacritics.com oder critify.de. ;)


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