Linksrutsch der SPD – fataler Fehler?
geschrieben von PhanZero am 6. Oktober 2009 um 10:57 UhrOkay, die SPD wurde vom Wähler (sicher nicht unbedingt vollständig zu Recht) bei der Bundestagswahl abgewatscht – und zwar kräftig. Nicht unbedingt zu Recht, da sie Dinge beschlossen und umgesetzt haben, die schlicht notwendig waren! Man mag über einzelne Details dabei unterschiedlicher Auffassung sein, muss aber auch anerkennen, dass es keine wirklichen Alternativen gab. Die Union verstand es um einiges besser als die SPD, während der großen Koalition die Erfolge der gemeinsamen Arbeit für sich zu verbuchen und die Schuld an Problemen dem Koalitionspartner zuzuschieben – die da, das muss man einfach auch sagen, ein sehr williges Opfer waren.
Nun möchte die SPD sich der Linken annähern, die bei der Bundestagswahl ein durchaus stattliches Ergebnis vorgelegt haben. Ob das so sinnvoll ist? Sicher, viele wünschen sich im Land ein Linksbündnis, aber die programmatische Annäherung wird eher weitere SPD-Mitglieder zur Linken treiben statt umgekehrt. Der Punkt ist einfach: Welche Daseinsberechtigung hat die SPD, wenn sie die Themen und Ideen der Linken aufgreift und als ihre ausgibt?
Wäre es nicht sinnvoller für die SPD, zu schauen, wo die Probleme liegen, ihre eigenen Schlüsse draus zu ziehen und eigene Lösungen zu erarbeiten, die dann in ein eigenes Programm fliessen? Ungeachtet einer politischen Richtung? Nur dann kann die SPD sich von den anderen Parteien absetzen, nur dann kann man Wähler für sich gewinnen – mit Überzeugung, statt mit aufspringen auf einen gerade beliebten Zug! Denn so schränkt sich die SPD erneut ein und reduziert ihre Machtoptionen auf die Linke, statt Politik für das Volk zu machen.
Und damit wäre ein Linksbündnis ja auch nicht ausgeschlossen. Man könnte jederzeit schauen, wie weit man programmatisch zusammenpasst – hielte sich aber auch Optionen wie schwarz/rot, rot/gelb, Ampel, … weiterhin offen. Für den Fall, dass man hier größere Schnittmengen in den Programmen sieht.
Aber irgendwie scheint diese Partei sich derzeit selber demontieren zu wollen. Da wird auch der Wechsel an der Führungsspitze nichts dran ändern. Manche Menschen lernen eben doch nur aus Schmerz.








am 9. Oktober 2009 um 07:30 Uhr.
Angeblich plant der Oskar der linken einen Rücktritt, bleibt abzuwarten wie SPD drauf reagiert
am 10. Oktober 2009 um 11:48 Uhr.
@Oceanic
Am besten? Garnicht. Die SPD sollte sich auf sich und ihr Programm konzentrieren, sie sollte ihr Profil schärfen – statt zu schauen, an wen sie sich dranhängen kann. Damit wäre den Genossen wohl weit mehr geholfen.
Die Linke hat ihre Klientel, die SPD sollte nicht versuchen, das abzugraben, sondern muss schauen, wo sie sich im politischen Spektrum positionieren kann und will. Und da dann das Feld beackern – und sollten sie damit gewählt werden, kann man sich über Koalitionen mit anderen Fraktionen Gedanken machen.
am 25. Oktober 2009 um 18:12 Uhr.
Rutscht die SPD nach links verliert sie Wähler, bleibt sie wo sie ist, verliert sie auch Wähler und macht sie nichts, siehts genauso schlecht aus.
Also ich will nicht diese Partei leiten…