Kleine Überarbeitung

geschrieben von PhanZero am 25. August 2010 um 17:32 Uhr

Zum Glück bin nicht ich überarbeitet (könnte man nach der Gamescom und den bereits geschriebenen Artikeln ja glatt vermuten), sondern es ist mein Blog. Der ist übrigens nicht überarbeitet, sondern WURDE überarbeitet. Ironischerweise von mir, der damit dann vielleicht doch überarbeitet ist? Egal, genug der Wortspielereien.

Die Änderungen bezogen sich vor allem auf die rechte Spalte. Gamercard und Stichwort-Wolke raus, Twitter hoch, GameRadio-Aktivität rein. Allerdings überlege ich seit langem, mir ein breites Layout zuzulegen. Leider entsprach bislang kein WP-Theme so recht meinen Vorstellungen – wenn also jemand ein Theme kennt, wo er denkt “das wäre was für phanzero.org” -> her mit euren Tipps!

Nachtrag zu “Sniper = Camper?”

geschrieben von PhanZero am 2. August 2010 um 03:08 Uhr

Okay, da muss ich wohl mal was extra anfügen… denn ein User im Maniac-Forum brachte eine andere Lesart des von mir zitierten Absatzes auf, die mir noch nicht in den Sinn gekommen ist. Demnach kann man es auch so lesen, dass Sniper in den Lobbys immer wieder als Camper beschimpft werden – eine Bewertung, ob dies stimmt oder nicht, trifft der Autor nicht.

Davon ausgehend kann man sagen:
1. Der Verfasser (Oliver Ehrle) hat Recht mit der Aussage, Sniper würden als Camper beschimpft werden.
2. Ich habe Recht mit der Aussage, dass Sniper keine Camper sind.

Damit kann ich leben. Wer allerdings behauptet, ich hätte mich im Maniac-Forum als “Walldorf” angemeldet und da Teile meines GPF-Beitrages gepostet, der irrt. Und zwar gewaltig. Mein erster Verdacht fiel auf Yoshi – bekannter GPF- und Hefte-Troll, der schon einige Male des GPF verwiesen wurde. Denn genau das ist seine Masche: Beiträge anderer User übernehmen und mit seinen Accounts als seine geistigen Ergüsse widergeben. So geschehen etwa mit Passagen von Henry Ernst und mir aus dem GamePro-Forum im Blog von Boris Schneider-Johne. Just dieser Troll war 2009 im GamePro-Forum mit dem Usernamen “Walldorf” gesperrt worden. Aber solche Details kann man auch gerne mal ausser Acht lassen und einfach davon ausgehen, dass der Beitrag von demjenigen verfasst wurde, der den Absatz originär geschrieben hat. Wer sonst sollte es sein? Copy & Paste, was ist das?

Und wer sowenig technisches Verständnis offenbart will mir erzählen was ein Sniper ist und was er tut? Ja, sicher… und demnächst erzählt mir mein Hund was von Quantenphysik. Sich irren ist eine Sache (wie ich etwa mit der Deutung des Satzes aus dem M!Games-Magazin) – falsche Verdächtigungen als Fakt verkaufen ist dagegen dreist. Aber nuja, wenigstens hatte ich jetzt einen Grund, mich mal im Maniac-Forum anzumelden. Ob ich dort weiterhin aktiv sein werde? Wohl kaum. Viel zu unübersichtlich, trotz der geringen Größe. Aber wenigstens mal was Neues gesehen…

Also nochmal: Auch wenn Sniper gerne mal als Camper beschimpft werden, sie sind es nicht. Genausowenig wie Deutsche Nazis sind, nur weil sie ständig in Spiele-Lobbys als solche bezeichnet werden. Und Sniper scheuen nicht den Zweikampf – sie nutzen nur andere Mittel. Denn wie jemand im Maniac-Forum bereits geschrieben hat steht es jedem Team frei, ebenfalls einen Sniper aufzustellen. Wer allerdings nur immer in ein Team-Deathmatch mit wildfremden Leuten springt dürfte von dieser taktischen Möglichkeit nicht viel wissen. Da kann man Sniper schonmal für wirklich unfaire Gesellen halten, die den Zweikampf scheuen. Es ist übrigens auch falsch, dass vor allem Noobs die Sniper-Klasse wählen – vielleicht am Anfang, weil sie es cool finden… aber sie werden damit zig Tode sterben und sehr bald zu einer Sturmklasse wechseln. Die Sniperklasse ist sicherlich einiges, aber selten für Anfänger geeignet.

Sniper = Camper?

geschrieben von PhanZero am 1. August 2010 um 15:42 Uhr

Es gibt Thesen, die mich mit dem Kopf schütteln lassen. Und es gibt Thesen, bei denen man den Aussprecher am liebsten mit dem Kopf an die Wand klatschen würde – wieder und wieder und wieder.

Nachdem im GamePro-Forum immer wieder die M!Games gelobt wurde, habe ich mir nun mal ein Exemplar dieses Magazins zu Gemüte geführt. 100 Seiten, auch nicht dicker als die GamePro, macht aber aufgrund der Papierqualität schonmal einen wertigeren Eindruck. Auch das Layout spricht mich, bis auf wenige Punkte, durchaus an. Was ich aber garnicht ab kann ist die Verehrung, die manche dieser Zeitschrift entgegenbringen, die jeglicher Grundlage entbehrt. Ein wenig erinnern die Diskussionen mit solchen Leuten an jene mit Konsolen-Fanboys: Meins ist gut, deins ist schlecht – selbst wenn es eigentlich das selbe ist.

Beispiel aus der aktuellen Ausgabe der M!Games: 12 Seiten Special Gamebabes und Cosplay. Würde die GamePro so etwas bringen, wäre es pubertär und billig, hier ist es einfach nerdig und gehört dazu. Im Editorial begründet man dieses Special, dass man über den Tellerrand schauen wolle – letztlich ist es jedoch genauso billig, wie es das in der GamePro wäre. Als Fanboy mag man das anders sehen, ich frage mich allerdings schon, warum bei dem einen etwas pubertär sein sollte und bei einem anderen Magazin nicht…

Den Vogel hat die M!Games allerdings mit dem Einleitungssatz zu Sniper: Ghost Warrior abgeschossen:

Zitat:
Scharfschützen sind in Online-Shootern oftmals verpönt, weil sie sich auf die Lauer legen und aus großer Entfernung schießen, statt dem Feind Angesicht in Angesicht gegenüberzutreten – ‘Camper’ schimpft man solche Spieler!

Liebe Redaktion der M!Games, besonders lieber Herr Ehrle: Ein Sniper und ein Camper sind zwei grundlegend verschiedene Paar Schuhe! Es ist die originäre Aufgabe eines Snipers, sich verdeckt und auf Distanz zum Gegner zu halten und diese so über die Map aufs Korn zu nehmen. Im Nahkampf versagt er in der Regel – auch wenn etwa Modern Warfare 2 mit Quick- und Noscope gerne mal anderes erzählt. Merke: Unsinn ist Unsinn, egal in welcher Zeitschrift es steht.

Erschreckend daran ist, dass die Leser (oder sollte man hier ebenfalls von Fanboys sprechen?) dieses sogar noch verteidigen – was bei der GamePro Abokündigungsgrund wäre, erfährt hier Zustimmung. So muss ich im GamePro-Forum lesen:

Zitat:
Warum ist Sniper so beliebt? Weil auch Noobs eine Chance haben aus dem Hinterhalt einen anderen Spieler zu killen. Was macht ein Sniper? Er hockt an einem schwer eindehbaren Ort und tötet hinterlistig. Camper = Verweiler, kann man durchaus als Synonym für Sniper benutzen! Denn was für eine Waffe man benutzt spielt im Endeffekt keine Rolle. Entscheidend ist, dass man sich nicht im fairen Zweikampf misst!

Das ist auf vielen Ebenen, mit allem gebührenden Respekt, Bullshit.
1. Noob-Sniper sterben einen verdammt schnellen Tod und reißen nahezu garnichts. Ein bis zwei Zufallstreffer mögen sicherlich drin sein, das war es aber auch schon.
2. Wortdeutung ist so eine Sache. Sicher kann man ‘Camper’ mit ‘Verweiler’ übersetzen, allerdings ist dies nunmal beim Sniper kein campen, sondern snipern. Auch ein Supporter, etwa mit einem leichten Maschinengewehr, verweilt des öfteren, um seinem Team etwa mit Sperrfeuer den Sturmangriff zu ermöglichen. Auch das ist kein Campen. Campen bedeutet, sich mit Sturmgewehr, Shotgun, Pistole oder ähnlichem in eine Ecke zu hocken und die vorbeirennenden Gegner so auszuschalten. Dem Camper fehlt in der Regel die Distanz, die nur dem Sniper zueigen ist.
3. Was macht den Zweikampf fair? Jede Klasse und jede Waffe hat ihre Eigenheiten, ihre Vor- und Nachteile. Fair wird der Kampf, wenn alle die gleiche Waffe verwenden würden. Stattdessen muss sich aber jeder Spieler mit den Gegebenheiten seines Waffen-Setups “herumschlagen” und die Vorteile daraus für sich nutzen. Ein Runner hat die Wendigkeit als Vorteil, der Sniper die Distanz und Tarnung, der Sturmtrupp die höhere Schußfrequenz und so weiter. Und so wird es eben doch wieder fair – weil jeder eine Stärke und eine Schwäche hat.

Sorry, aber wenn man keine Ahnung hat, sollte man besser die Fresse halten. Snipern ist etwas grundsätzlich anderes als campen – und wer das nicht begreift, hat Shooter nicht begriffen. Tut mir einen Gefallen und spielt Barbie und die Wildpferde, da sollten Leute mit solchen Thesen besser aufgehoben sein!

Angela Merkel zur NRW-Koalition

geschrieben von PhanZero am 14. Juli 2010 um 11:27 Uhr

Zitat:
Einer solchen Regierung kann man nicht trauen.

Das sagt unsere Bundeskanzlerin, Angela Merkel, über die Minderheitsregierung von Rot/Grün in NRW. Ihre Begründung ist simpel: Die NRW-Chefin der SPD, Hannelore Kraft, habe im Wahlkampf immer wieder betont, wie wichtig eine stabile Regierung für NRW sei – und nun will sie mit einer Minderheitsregierung regieren. Das sei Wortbruch, sagt zumindest Frau Merkel.

Liebe Angela Merkel. Ich halte es für fraglich, ob jemand mit solchen Anschuldigungen um sich werfen sollte, der 6 Monate lang aus Angst vor den Wählern schlichtweg garnichts gemacht hat. Da hatten Sie nach der Wahl 2009 ihre angebliche Wunschkoalition im Bund – CDU, CSU und FDP – und haben dieser direkt mal 6 Monate Stillstand verordnet. Ausser einem vollkommen undurchdachten Lobbygeschenk hat Ihre Wunschkoalition in dieser Zeit NICHTS, aber auch wirklich GARNICHTS, auf den Weg gebracht. 6 Monate Ihrer Kanzlerschaft, 6 Monate in Ihrer Wunschkoalition… und nichts passiert? PFUI! Ach doch, etwas kann Ihre Wunschkoalition: Sich selbst zerfleischen. Mag es auch mit der Fußball-Weltmeisterschaft nicht geklappt haben, so sind doch gerade Ihre Juniorpartner Weltmeister darin, sich gegenseitig anzupinkeln. Das Ergebnis aus 6 Monaten Stillstand und gegenseitigem Zerpflücken? Die Union liegt bei Umfragen derzeit bei 31%, die FDP stagniert bei 4% und würde nichtmal mehr die 5%-Hürde packen. Übrigens: Die SPD liegt bei 28%, Grüne bei 18%. Schaffen Sie es, das selbst zu berechnen? Ich helfe Ihnen mal kurz: Rot/Grün liegt bei 46%, Schwarz/Gelb bei 35%. Nähme man die Linken noch dazu… oh-oh. Mal gut, das gerade keine Wahl ansteht.

Und wenn man sich das vor Augen hält, begreift man schnell, warum Sie nicht die Notbremse ziehen und den Weg frei machen für Neuwahlen: Sie würden untergehen. Sang- und klanglos, genauso blass wie Sie regiert haben. Sie müssen sich vermutlich jeden Tag aufs Neue über die Querelen mit der FDP ärgern – aber was können Sie tun? Den Juniorpartner raustreten wäre Ihr politischer Untergang. Auch wenn es richtiger wäre, dieses Bündnis ganz schnell aufzukündigen; auch wenn es vielleicht besser für das Land wäre… aber es dürfte Ihrem größten Interesse, dem eigenen Machterhalt, zuwider laufen.

Ich weiss nicht, ob Neuwahlen besser wären. Was könnte da kommen? Eine Neuauflage der großen Koalition vielleicht, Rot/Grüne-Minderheitsregierung im Bund? Keine Ahnung. Aber viel schlimmer als diese “Wunschkoalition”, die einzig an Lobby-Interessen und dem eigenen Machterhalt interessiert ist, kann es kaum noch werden.

Musik auf der Xbox 360

geschrieben von PhanZero am 12. Juli 2010 um 22:13 Uhr

Nach den sehr praktisch ausgedachten Hüllen für Points-Karten muss ich mal wieder über Microsoft und die Xbox 360 meckern. Es gibt dort ja zwei Features, die Fanboys immer wieder anführen, um die Konkurrenz (namentlich: Die PlayStation 3 von Sony) zu deklassieren: Den übergeordneten Voice-Chat und die Möglichkeit, Musik während der Games abzuspielen. Nachdem ich bei einigen Games gerade letztere Funktion immer wieder sehr nett fand, dachte ich mir, ich schieb mal die ganzen MP3s auf die Festplatte – hab ich auf der PS3 ja auch. Also die MP3s auf den USB-Stick, Stick in die Xbox 360… tja, abspielen kann ich sie vom Stick, aber nicht von dort aus auf die Platte kriegen.

Richtig: Nach wie vor kann die Xbox 360 nur Lieder von Audio-CD rippen und dann auf Platte packen. Ich dachte eigentlich, dass man mit dem ein oder anderen Update in den ganzen Jahren mal da für Abhilfe gesorgt hätte, aber nein… wäre ja auch zu einfach. Also ein paar MP3s auf CD braten (viel geht auf eine Audio-CD ja nicht drauf), dann rippen, Album- und Songinformationen über die Bildschirmtastatur eingeben und schon hat man die Songs drüben… und büßt dafür mit einem gehörigen Verlust an Lebenszeit.

Was zur Hölle ist so verdammt schwer daran, einfach popelige MP3-Dateien vom Stick auf die Platte zu ziehen? Die PS3 kann es doch auch – und die Songinformationen werden aus den ID3-Tags gezogen, inklusive Cover und allem drum und dran (sofern in der Datei vorhanden). Heißt: Kein dümmliches Editieren der Infos mit der Bildschirmtastatur, kein Stress, kein garnichts!

Musik auf der Xbox 360 – an sich praktisches Features, welches jedoch in der Umsetzung einfach dämlichst konzipiert worden ist. Dass nach all den Jahren und Updates da noch nichts geschehen ist, spricht nicht gerade für Microsoft.

Eigene Wertung vergessen?

geschrieben von PhanZero am 11. Juli 2010 um 22:18 Uhr

Da sitze ich auf dem Klo (ich erspare euch die Details) und blättere in der GamePro 08/10. Auf Seite 64 finden sich dort die Test-Tweets – kurze Meinungen zu aktuell getesteten Spiele… und zu aktuellen Downloads. Transformers, Dragon Quest IX, blabla. Mein Blick fällt eher auf die Download-Rubrik, wo ich mit jeder Menge Gesetzlose bis zum Schluß-Nennungen rechne (GbzS ist der erste, kostenlose, Download-Content für Red Dead Redemption). Doch bei Henry Ernst ist ein anderer Titel genannt: Mirror’s Edge. Die Begründung dazu liest sich wie folgt:

Zitat:
Das steril-stylishe 3D-Gehüpfe habe ich damals übersprungen (haha!), es gehört aber zum Bildungskanon jeden Spielers.

In dem Moment keimte in mir ein Verdacht. Direkt nach meiner Klo-Sitzung (wie gesagt, ich erspare euch Details) hab ich dann mal bei GamePro.de nach dem Review von damals gebuddelt – und bin fündig geworden. Den Artikel (hier nachzulesen) hat damals Benedikt Plass-Fleßenkämper verfasst. Aber das wäre auch zu einfach gewesen. Nein, mein Ziel war der Wertungskasten (hier). Und tada, da hat der gute Henry Ernst doch glatt 9 Punkte (von 10 möglichen) vergeben. Die Begründung:
Zitat:
Schnell, innovativ, kurzweilig!

Moment. Er hat das Spiel übersprungen, ergo: Bestenfalls nicht mehr als angespielt. Und doch kommt diese Anspielmeinung in die Gesamtwertung des Titels?! Ei, ei, ei… Nein, das ist sicherlich kein “Wertungs-Skandal”! Wer glaubt, dass vier Redakteure ein Spiel auf Herz und Nieren geprüft haben, der belügt sich selbst. Allerdings muss man sich fragen, inwiefern eine solche Angespielt-Meinung aussagefähig ist für eine Gesamtwertung.

Und da wundert man sich in den Redaktionen noch, warum die Leute auf derartige Meinungen pfeifen…

Qualm im Hirn?

geschrieben von PhanZero am 5. Juli 2010 um 16:06 Uhr

Nach dem Volksentscheid in Bayern zum strengsten Nichtraucherschutz in Deutschland klopfen sich die Initiatoren auf die Schulter – wieder haben gute Leute die Welt ein Stück besser gemacht. Dabei darf dann das ein oder andere Statement an die Presse nicht fehlen.

Zitat:
Frankenberger, Lokalpolitiker der Ökologisch-Demokratischen Partei ÖDP, sieht auch die Basisdemokratie durch den Volksentscheid maßgeblich gestärkt. Es habe sich gezeigt, dass der Bürger wirklich mündig sei zu entscheiden und sich über Sachthemen informieren könne. Frankenberger forderte daher, auch auf Bundesebene direkte Mitbestimmung einzuführen.

Quelle: Spiegel Online

Der gute Herr Frankenberger zieht aus dem Ausgang dieses Volksentscheides die Erkenntnis, dass die Bürger sich über dieses Sachthema informiert hätten. Und wenn sie mit “Nein.” gestimmt hätten? Hätten sie sich dann mehr oder weniger informiert? Klar, geht eine Wahl wie erwünscht aus, sind die Leute alle ganz doll mündig, intelligent und informiert… und geht es anders aus, sind es Idioten, die sich nicht – wie es sich für mündige Bürger gehört – ausreichend informiert haben. Denn man muss sich nur ausreichend informieren, um auf die ultimative Erkenntnis (also dass, was die Initiatoren für eine solche halten) zu kommen. Sagen militante Vegetarier übrigens auch gerne. Und religiöse Fanatiker.

Ich bin kein Raucher, im Grunde ist es mir egal, wie da die Rechtslage aussieht. Und ich bin mir durchaus der Folgen des Passivrauchens bewusst. Nur: Es spricht meines Erachtens nach nichts dagegen, dass auch in Discos und Kneipen geraucht werden darf. Wer abends ausgeht, weiss dann einfach, wo geraucht werden darf und wo nicht… und kann die Orte meiden, wo er der Überzeugung ist, seine Gesundheit werde gefährdet. Naja, macht mal, liebe Bayern. Als nächstes bin ich übrigens dafür, den Bierausschank in Kneipen zu untersagen – man denke nur an die Folgen, etwa an die Leute, die von alkoholisierten Leuten überfahren oder zusammengeschlagen werden. Und die gefährlichen Folgen von Brezelkonsum hat Ex-US-Präsident Bush ja auch schon eindrucksvoll bewiesen.

Nachtrag:
Schön, dass ich das nicht als einziger recht kritisch sehe, siehe Welt Online.

Danke für garnichts, Microsoft!

geschrieben von PhanZero am 16. Juni 2010 um 17:36 Uhr

Da hab ich mir jetzt zum ersten Mal Microsoft-Punkte bei Amazon geordert. Und mir dann beim Auspacken gedacht: “Oh cool, ‘ne Hülle, die man später als Ersatz für beschädigte Hüllen von Spielen oder Filmen verwenden kann.”. Ist bei Sony ja auch der Fall – so nutze ich die Hüllen der Guthaben-Karten gerne als Hülle für Pressemuster oder Ersatz bei beschädigten Spielehüllen (an der Stelle ein Dank an unsere Briefträger, die die Post bei uns mit Gewalt in den Briefkasten stopfen!). Beim Öffnen allerdings kam mir dann das Kotzen:

Die Hülle ist genau für die kleine, visitenkartengroße Guthaben-Karte gemacht!

Hallo~ Microsoft, Hirn einschalten! Wozu kann der Konsument diese Hüllen nach der Aufladung der Karte noch verwenden? Genau: Als Müll! Wozu diese scheiß Plastikhülle, wenn sie eh für den Abfall gemacht ist?! Vom ökologischen Aspekt mal abgesehen nutzt es mir auch nichts – danke für garnichts!

Mathematik für Fortgeschrittene, Teil II

geschrieben von PhanZero am 9. Juni 2010 um 18:38 Uhr

Und nochmal Mathe, danach werd’ ich dann auch mal wieder zu Spielen bloggen – versprochen. Heute ist aber erstmal das Sparpaket unserer schwarz/gelben Regierungskoalition dran… Mathestunde, die Zweite.

Unser Bundeshaushalt ist verschuldet. Das ist soweit kein sonderlich großes Geheimnis. Und da ist irgendwann Sparen angesagt. Erfreulich schonmal zu sehen, dass die Koalition doch tatsächlich mal sich irgendwie bewegt, nachdem nach Steuer-Geschenk für die Hotelbranche und Erhöhung der eigenen Bezüge bis zur NRW-Wahl Stillstand angesagt war (übrigens eine grobe Frechheit und die respektloseste Behandlung des Wählers, die ich wohl jemals gesehen habe – aber gut: Ohne Ehre im Leib schlängelt es sich halt einfacher durch die Politik-Steppe). Nun will man Sparen – und setzt den Rotstift scheinbar sogar recht gerecht an. Dass man die Bildung etwa bei den Sparanstrengungen ausnimmt ist löblich. Eigentlich ist das alles aber eine große Mogelpackung:

Konkret wird das Papier mit den Sparvorgaben nur bei Arbeitslosen und Geringverdienern. Bei der Wirtschaft wird es dann schon schwammiger… warum? Weil von dort kein Anteil kommt – die Unternehmen werden einfach nur zu Geld-Eintreibern. Wenn jetzt ein Energie-Unternehmen eine Brennelemente-Steuer für ihre Atomkraftwerke entrichten muss – an wen werden diese Zusatzkosten wohl direkt weitergegeben? Richtig: An uns alle! Dass man Hartz IV-Beziehern das Kindergeld streicht (ursprünglich eine Entschädigung für Verdienstausfall) kann man eventuell noch nachvollziehen – die Streichung der Rente allerdings, da fängt politische Mathematik an.

Simple Sache: Der Bund zahlt für die Hartz IV-Empfänger in die Rentenkasse ein. Das wird nun gestrichen. Das führt in der Konsequenz dazu, dass die Armut im Alter bei einigen Personengruppen in Zukunft gewaltig ansteigen dürfte. Viele werden dann plötzlich mit ihren Rentenansprüchen ihren Bedarf nicht gedeckt kriegen können und müssen zusehen, dass sie das Existenzminimum erhalten. Ja, das steht Rentnern zu! Das bezahlen allerdings die Kommunen – und dass es denen finanziell auch alles andere als rosig geht, sollte bekannt sein. Irgendwo müssen die aber auch das Geld herholen… hmm… woher bloss? So vertagt man mit ein wenig Streicherei Probleme in die (nicht allzu ferne) Zukunft – und schiebt sie dort anderen in die Schuhe.

Kurzum: Das gesamte Sparpaket ist schlichtweg das Papier nicht wert, auf das man es gedruckt hat. Zumal viele der Vorhaben erst durchgeboxt werden müssen – dank fehlender Mehrheit, die man vor der NRW-Wahl noch hatte, ein nahezu chancenloses Unterfangen. Da wird also einiges an den Plänen noch Federn lassen müssen. Und die Lobbyisten in Berlin werden schon dafür sorgen, dass ihre Leute gut wegkommen. Wer letztlich die Zeche zahlt: Arbeitslose und Geringverdiener bis rein in die Mittelschicht.

Mathematik für Fortgeschrittene, Teil I

geschrieben von PhanZero am 7. Juni 2010 um 18:36 Uhr

Unter dem Titel Junge Männer bevorzugen „Hotel Mama“ bringt der Focus eine Studie über das Wohnverhalten der Bevölkerung. Dort heisst es:

Zitat:
Frauen binden sich auch früher: Jede vierte erwachsene Frau unter 27 Jahren lebt in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft. Bei den gleichaltrigen Männern sind es nur zwölf Prozent. Unabhängig vom Geschlecht lebt jeder Fünfte dieser Altersgruppe allein. Auch im mittleren Alter (27 bis 59 Jahre) sind Männer häufiger Singles als Frauen: Fast jeder vierte Mann dieser Altersgruppe lebt allein, aber nur 15 Prozent der Frauen. Bei den Senioren ist das Verhältnis umgekehrt: 41 Prozent der Frauen der Gruppe 60 plus wohnen allein, aber nur 17 Prozent der Männer. Dabei sind fast drei Viertel der Frauen und fast jeder zweite Mann verwitwet.

Quelle: Focus Online

Nehmen wir also erstmal die Gruppe unter 27 Jahren: Jede vierte erwachsene Frau (=25%) lebt in Ehe oder Partnerschaft, aber nur 12% der Männer. Davon ausgehend, dass das Verhältnis Mann:Frau in Deutschland etwa ausgeglichen ist (und sogar eher zu einem Frauenüberschuss tendiert) würde das bedeuten, dass 13% der Frauen unter 27 Jahren zwar in Ehe oder Partnerschaft leben, aber nicht mit einem Mann. Blieben gleichgeschlechtliche Beziehungen – 13% der Frauen unter 27 Jahren sollen also lesbisch sein? Halte ich für gewagt, die These – zumal bei den 12% der Männer ja auch Schwule eingerechnet sein müssten.

Und in den anderen Altersgruppen soll es ähnliche Diskrepanzen geben? Unwahrscheinlich, sehr sehr unwahrscheinlich. Was sagt diese Statistik also nun aus? Richtig: Nichts.

Und in der nächsten Lektion: Rechnen mit der Bundesregierung.


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